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Der Roman erzählt von Tanja, die nach einer psychischen Erschöpfungsphase in einem neuen Job in einem ambulanten OP-Zentrum neu anfangen will. Der äußere Neuanfang erweist sich schnell als brüchig: ein chaotischer Arbeitsalltag, Machtspiele, unterschwellige Konflikte und ein Team, in dem nicht alle verlässlich sind. Besonders der Anästhesiepfleger Holger wird zur latenten Belastung, während Ben, ruhig und verantwortungsbewusst, für Tanja zu einem moralischen und emotionalen Bezugspunkt wird – eine leise, langsame Annäherung entsteht.
Parallel dazu spielt das alte Klinikgebäude eine zentrale Rolle: Es wirkt wie ein Ort mit Erinnerung, mit stehengebliebener Zeit, und spiegelt Tanjas eigenen Zustand – funktional renoviert, innerlich aber voller Spuren. Im Kern geht es um Neuanfang nach einer Krise, um Verantwortung im Arbeitsalltag und um die Frage, wie viel Vergangenheit man mitnehmen darf, ohne von ihr bestimmt zu werden.