Little Shop of Horrors

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Little Shop of Horrors

Hallo ihr Lieben,

bevor ich loslege, möchte ich euch eine Frage stellen. Was glaubt ihr, wie viele Bücher werden Amazon jeden Tag zur Veröffentlichung angeboten? Okay, ich mache es euch leichter. Ihr dürft auch pro Jahr schätzen. Wie viele Bücher werden Amazon zugeschickt, damit sie sie verkaufen? Die Antwort gibt's später.

Wo ihr euch hier gerade befindet, ist mein Blog. Früher hätte man wohl einfach „Webseite“ gesagt. Aber meine KI hat mir erklärt, das sei im Jahr 2026 ziemlich uncool. Also eben Blog. Angelegt habe ich ihn für Verlage. Das macht man heute so, wurde mir gesagt. Schließlich soll ein Verlag sehen, wie professionell man arbeitet. Zum Glück, denkt ihr jetzt, gibt es Menschen, die so etwas für einen bauen. Stimmt. Das Startgebot liegt allerdings irgendwo zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Na gut, denkt ihr euch. Mit den Millionen aus dem ersten Bestseller hat sich das schnell amortisiert. Und wenn schon, dann will man es schließlich richtig machen. Für die Verlage. Wobei … Verlage sind ja eigentlich nur Menschen. Genauer gesagt: Lektorinnen und Lektoren. Ich hatte vorher tatsächlich geglaubt, irgendwo säße ein Herr Suhrkamp – oder der Fairness halber auch eine Frau Suhrkamp – und würde persönlich meinen Bestseller entdecken. Im schlimmsten Fall eben die Urlaubsvertretung. Die Wahrheit ist deutlich nüchterner: Es sind Lektorinnen und Lektoren, die die Vorauswahl treffen. Geschichten darüber erzähle ich gern ein anderes Mal ausführlicher. Ich jedenfalls habe mich gegen die teure Variante entschieden und selbst Hand angelegt. Das Ergebnis seht ihr hier.

Kleine Denkpause, damit der letzte Satz etwas nachhallen kann.

Ich hatte vorher nämlich ungefähr null Ahnung von der Materie. Dafür hatte ich einen Kumpel namens ChatGPT. Und auch wenn wir uns häufiger gestritten als zugestimmt haben – am Ende notdurftet das Federvieh schließlich doch erst.

Erinnert ihr euch noch an die Frage vom Anfang? Wie viele Bücher bekommt Amazon jeden Tag?

Stellt euch einmal vor, euer Traum wäre wahr geworden. Fast jeder von uns hatte ihn irgendwann. Ihr besitzt einen kleinen, schnuckeligen Buchladen in bester Lage. Jeden Morgen geht ihr dorthin. In der einen Hand ein Chai Latte, in der anderen natürlich das Handy. Doch spätestens, wenn ihr vor eurem Laden steht und die Lieferung der Verlage seht, fällt euch nicht nur die Kinnlade herunter. Denn vor eurem kleinen Buchladen stehen – jeden einzelnen Morgen – 10.000 bis 15.000 neue Bücher. Jeden Tag. Sieben Tage die Woche. Das sind rund 3,7 bis 5,5 Millionen Bücher im Jahr.

Und jetzt beginnt eure eigentliche Arbeit. Denn ihr braucht nicht nur absurd große Regale. Ihr müsst auch entscheiden, welches Buch ganz vorne liegt. Denn das Buch in der fünften, achten oder zwölften Reihe kauft am Ende kaum noch jemand.

Und jetzt kommt ihr ins Spiel. „HALLO“, ihr wirklich jetzt!!

Damit meine Bücher gefunden werden, muss der Lektor ... sorry, nein, der Algorithmus sie finden. Der schaut, wie ein Lektor, was für seine Kunden interessant sein könnte, und packt diese Bücher dann nach vorne. Es gibt viele Kriterien, nach denen er das tut. Sehr viele. Aber eines der wichtigsten ist, ihr ahnt es sicher: „gekauft werden“ und Rezensionen bekommen. Das ist so arg, dass es sich für einen Autor (und jetzt komme ich ins Spiel) lohnt, sein Buch für 0,99 Cent anzubieten. Dazu braucht es keine Hunderte Käufer, sondern ein paar – und die regelmäßig, reichen da schon.

Hier das Buch welches ich momentan so günstig anbiete: https://amzn.eu/d/0dkd8VTu

Toll, denkt ihr jetzt, dafür bin ich also hier. Ja und nein. Ich werde abwechselnd alle meine Bücher für 0,99 Cent verkaufen. Das heißt, NUR IHR, meine Getreuen, bekommt jedes Buch von mir so günstig, weil ich euch HIER auf meinem Blog Bescheid gebe. Ich sage das auch, damit ihr schon mal ein wenig Geld beiseitelegen könnt, denn schließlich reden wir momentan schon von fünf Büchern, und es werden mehr. Was total lieb und einfach genial wäre: Wenn ihr mir NACH dem Kauf eine Bewertung gebt. Denn darauf steht der Algorithmus besonders.

Ich hoffe sehr, dass euch meine Bücher weiterhin gefallen und dass ich eurer Bereitschaft, mir ein klein wenig zu helfen, gerecht werde.

Andreas